Mein Leben mit einer Angst- und Panikstörung

Heute ist ein schöner Tag…

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…auch wenn es manchmal vielleicht nicht einfach ist. Doch wir sollten jeden Morgen aufstehen und uns sagen, dass genau dieser Tag ein wunderschöner Tag wird und auch bleibt. Das uns nichts aus der Ruhe bringen kann. Das es uns gut geht und wir gesund sind. Wir sollten uns überlegen, wofür wir dankbar sind. Mit positiven Gedanken in den Tag starten. Das macht einiges einfacher. Auch wenn Ihr jetzt denken mögt, dass ich einen an der Klatsche habe. Habe ich auch denn sonst würde ich diesen Blog nicht schreiben. Aber ganz ehrlich? Ich habe gerne einen an der Klatsche. Ich bin anders als alle anderen. Mit Euch natürlich. Wir sind was ganz Besonderes und ich glaube, dass wir auch irgendeine Aufgabe haben wie jeder andere auch. Uns darf es gut gehen. Wir dürfen Spaß haben und gesund sein. Auch, wenn wir manchmal vielleicht was anderes denken. 

Das Leben ist kein Ponyhof. Das habe ich auch schon oft genug gesagt sowie geschrieben. Aber wir können uns aus unserem Leben wenigstens einen kleinen Candyclub machen. Wir sollten es uns so schön wie möglich machen. Aber vor allem sollten wir positiv denken.

Dir geht es heute nicht gut? Denk daran, dass es Menschen gibt, denen es noch schlechter geht. Genau jetzt im Moment. Mir hilft das denn meine Probleme werden dann auf einmal recht klein und mir tun die Menschen leid, denen es nicht gut geht. Ich bin dankbar dafür, dass ich körperlich gesund bin und an meiner Gesundheit sowie an meiner Psyche arbeiten kann. Leider gibt es Menschen, die das nicht (mehr) können.

Bei einer Panikattacke fällt es mir äußerst schwer, positiv zu denken. Doch das wird meine nächste Übung. Sollte ich die Tage mal wieder eine Attacke bekommen, werde ich versuchen, mit ihr zu reden. Ich freunde mich mit meinem „Feind“ an. Ob es was bringen wird, weiß ich nicht. Ich werde Euch aber auf jeden Fall darüber berichten.

Dann stelle ich mir oft die Frage, ob die Angst oder die Panik mir was sagen will. Und wisst Ihr was? Ja, das will sie. Ich bekomme Panik in den unmöglichsten Situationen. Möchte ich shoppen gehen, bekomme ich Panik. Auch während ich online shoppe. Warum ist das so? Nun – ich habe nicht wirklich viel Geld. Da ich nicht „richtig“ arbeiten gehen kann und eben nur in meinem kleinen Homeoffice arbeite, habe ich nicht wirklich viel zur Verfügung. Zudem habe ich leider Gottes Schulden, die ich gerne begleichen würde. Doch was tue ich in dem Moment? Shoppen. Geld ausgeben obwohl ich es eigentlich sparen sollte. Doch ich benötige die neue Hose, da die alte aussieht, als wäre sie von Motten zerfressen. Doch ich warte und warte und warte. Bekomme zwischendurch schwitzige Hände und Herzrasen.

Es gibt viele solcher Situationen. Natürlich nicht nur wenn ich shoppe. Auch, wenn ich etwas sehe, was mir irgendwie nicht gut tut. Mein Mann und ich schauten vorletzte Woche Tochwood auf Amazon Prime. Dort lief dann eine Folge, in der jemand ständig sagte „Erinnere Dich“ – Nur die zwei Worte haben mir so zugesetzt, dass ich eine richtig schwere Panikattacke bekam mit Symptomen ohne Ende.

Genau da liegt praktisch der Kern, den ich knacken muss. Ich muss schauen, dass ich überlege was mir gut tut und was nicht. Was ich brauche und was nicht. Wen oder was ich um mich herum haben möchte oder nicht. Das sollten wir alle. Vor allem müssen wir lernen, uns von schlechten Dingen oder Personen zu distanzieren. Das geht nicht immer… logisch. Aber bei Dingen und Menschen von denen man sich distanzieren kann, sollte man sich so schnell wie möglich abgrenzen.

Ich hatte jetzt seit Freitag keine Panikattacke mehr. bis jetzt sind die 4 Tage eine Wohltat und ich arbeite daran, dass es mehr wird, als nur einige Tage. Ich möchte wieder am Leben teilhaben können und leben. Seid Ihr dabei?

 

Eure Vonny

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